Was sind einige typische Anwendungsfälle von korrosionsbeständige Gussteile in der Schifffahrts-, Chemie- und Erdölindustrie?
1. Schiffstechnik: Hochlegierte Nickel-Chrom-Molybdän/Wolfram-Gussteile werden aufgrund ihrer Beständigkeit gegen Lochfraß und Spaltkorrosion in Meerwasserumgebungen häufig in Pumpengehäusen, Ventilen und Rohrverbindungen für Offshore-Plattformen verwendet.
2. Chemieanlagen: Korrosionsbeständige Stahlgussteile mit mehr als 11 % Chrom weisen eine hervorragende Korrosionsbeständigkeit in Wasser-/Dampfsystemen unter 315 °C in der chemischen Produktion auf und werden häufig in internen Strukturkomponenten von Wärmetauschern und Reaktoren verwendet.
3. Erdölraffinierung: Gussteile aus Legierungen mit hohem Nickelgehalt, die in korrosiven Hochtemperaturmedien (wie Schwefelwasserstoff und Chloriden) in Ölraffinerien verwendet werden, können die Lebensdauer kritischer Komponenten wie Ofenrohre und Wärmetauscher erheblich verlängern.
4. Öl- und Gastransport: In Ventilen und Verbindungen von Öl- und Gaspipelines können korrosionsbeständige Gussteile der Erosion wasserhaltiger und saurer Gase widerstehen, das Leckagerisiko verringern und die Systemzuverlässigkeit verbessern.
Welche Wärmebehandlungsverfahren werden üblicherweise zur Herstellung korrosionsbeständiger Gussteile eingesetzt?
1. Lösungsglühen und Abschrecken: Die Lösungsbehandlung erfolgt bei etwa 1000 °C, gefolgt von einer schnellen Wasserkühlung, um schädliche Phasen wie Karbide und σ-Phasen wieder aufzulösen, wodurch die austenitische Struktur wiederhergestellt und die Korrosionsbeständigkeit verbessert wird.
2. Homogenisierungsglühen: Wird normalerweise 2–3 Stunden lang bei 950–1100 °C gehalten. Dadurch werden Zusammensetzungssegregation und Restspannungen beim Guss beseitigt, die Wahrscheinlichkeit einer Ausfällung der σ-Phase erheblich verringert und die Hochtemperaturfestigkeit und Rissbeständigkeit verbessert.
3. Normalisieren: Das Normalisieren niedriglegierter korrosionsbeständiger Gussteile bei 800–950 °C verfeinert die Körner, homogenisiert die Mikrostruktur, verbessert die mechanischen Eigenschaften und erleichtert den anschließenden Spannungsabbau. 7. Ausscheidungshärtung: Bei hochlegierten Gussstücken, die Legierungselemente wie Ni, Mo und Ti enthalten, wird eine Alterungsbehandlung bei 600–700 °C durchgeführt, um die ausgeschiedenen Phasen gleichmäßig zu verteilen und dadurch die Härte und Verschleißfestigkeit zu verbessern. Es wird häufig in spannungstragenden Teilen wie Ofenrollen und Ventilatorflügeln verwendet.